· 

Ankündigung: ItaLIA

Ankündigung: ItaLIA (anders als gedacht)

Manchmal kommt alles ein bisschen anders als erwartet. Eigentlich wollte ich diesen Post schon sehr viel früher schreiben und alles schön ordentlich, rechtzeitig und PERFEKT hinbekommen. 

Tja, irgendwie war ja klar, dass so etwas nie wirklich funktioniert, oder? 

Aber von vorne! 

Dieser Blog soll ja von allem handeln, was mich bewegt, was glücklich macht und was das Leben und die Welt verbessert. Und in meinem Leben passiert gerade etwas Neues, das ich gerne teilen möchte! 

Uuund zwar bin ich für das nächste Semester in Italien! Genauer gesagt in der Toskana, und ganz genau in Pisa. 

Eigentlich hatte ich wie gesagt geplant, schon vor meiner Abreise diese Ankündigung zu schreiben, dann täglich alles Neue zu posten... Aber was soll ich sagen. Ich bin jetzt den dritten Tag hier und es war alles so chaotisch und neu und verwirrend, dass ich meinen guten Vorsatz nicht eingehalten habe. Überhaupt war alles nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Ich hatte nicht, wie ich es mir vorgestellt hatte, die totale Euphorie und habe die Stadt im Sturm erobert oder etwas in der Art. Stattdessen habe ich an meinem ersten Tag vor allem mit Heimweh und mittelschweren Panik-Attacken zu kämpfen gehabt. Alles andere als perfekt! 

Aber deshalb möchte ich in diesem ersten Post noch gar nicht so viel über Italien schreiben (keine Sorge, meine ersten Erlebnisse und Fotos kommen trotzdem so schnell wie möglich!), sondern über die erste Lektion, die ich hier gelernt habe bzw. die ich gerade noch immer lerne. 

 

Es ist nicht immer alles "perfekt" und fast nie läuft etwas so, wie man es sich erhofft hat. Zu hohe Erwartungen an sich selbst sind ungesund und führen zu rein gar nichts außer zu Verzweiflung! 

Ich hatte mich so sehr gefreut, endlich hier zu sein und dachte, jetzt muss ich alles richtig machen, damit das ein richtig tolles halbes Jahr wird und und und... 

Und als dann nicht alles ganz so war, wie ich dachte, ich meine Familie und mein Zuhause vermisst habe, habe ich Angst bekommen. Dass ich das alles nicht schaffe, nicht stark genug bin... 

Aber ich glaube, das muss jeder Mensch früher oder später lernen: Dass man sich selbst die Zeit geben darf, sich im eigenen Tempo Schritt für Schritt besser zu fühlen. Es geht nicht alles auf einmal, und perfekt ist sowieso nichts und niemand. Aber darum geht es auch gar nicht. Man muss die Situation, in der man sich im Hier und Jetzt befindet, akzeptieren und sich daran freuen, was man in genau diesem Moment hat. Es darf einem auch mal nicht so gut gehen. Solange man sich nicht selbst völlig fertig macht, ist das vollkommen okay! Es kommt sowieso immer alles anders, als wir es planen, und genau so wie es ist, soll es auch sein! Es wäre ja auch furchtbar langweilig, wenn immer alles so vollkommen und großartig wäre, wie wir uns das ausmalen. Stattdessen kommt etwas anderes, was im Nachhinein aber genauso gut oder sogar viel besser ist. 

Falls jemand da draußen gerade in einer ähnlichen Situation ist: 

Gib dir die Zeit, die du brauchst! Sei geduldig mit dir selbst und glaube daran, dass in diesem Moment alles so ist, wie es sein soll. 

 

Ihr werdet von mir hören, mit lauter spannenden und weniger spannenden Abenteuern aus Pisa! 

A presto e in bocca al lupo!!! 

Eure Lia 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0